Braune Hunde in der »Dackelbar«

In den letzten Wochen und Monaten kam es zu erhöhten Nazi-Aktivitäten in der Gegend um Blankenhain, Bad Berka und Kranichfeld. Nennenswert als Hauptbrennpunkte sind hauptsächlich der Jugendclub in Blankenhain, der Parkplatz des REWE-Marktes in Bad Berka und die Gastronomie-Betriebe »Am Fuchsbau« (Bad Berka) und »Dackelbar« (Tannroda).
Im Folgenden wollen wir einiges zum Tannrodaer Nazitreffpunkt erläutern.

Die »Dackelbar« ist eine nicht sehr einladend wirkende, kleine Kneipe in der Rudolstädter Straße in Tannroda, die sich in einem umgebauten Einfamilienhaus befindet.
Sie wird äusserst oft von Mitglieder_innen der Kammeradschaft Blankenhain (z.B. Sascha Kirsch und Michael Cyriax) sowie JN (Jungen Nationaldemokraten) und NPD Funktionär_innen besucht.
So wird dort des öfteren über rechtsradikales Gedankengut diskutiert und es werden eindeutig verfassungswidrige Parolen skandiert.

Desweiteren kann dort jeder_jede Besucher_in Rechtsrock von einschlägig bekannten Bands wie »Division 28 Deutschland«, »SKD« oder »Landser«, die bereits im März 2005 – als erste Band Deutschlands – als kriminelle Vereinigung vom Bundesgerichtshof Karlsruhe rechtskrätig verurteilt wurde, lauschen. Die Lieder der Bands besitzen eindeutig verfassungswidrige Aussagen, was die Betreiberin der Lokalität nicht zu stören scheint.
Als Gastwirtin muss sie das ominöse Treiben in ihrer Kneipe mitbekommen , akzeptieren und tolerieren. Anscheinend wird es von ihr jedoch nicht nur toleriert, sondern sogar gefördert. Sogar die Dekoration und Raumgestaltung ist stark vom rechten Spektrum geprägt, was eindeutig in den Zuständigungbereich der Wirtin fällt.

Die Kneipe an sich ist ein ehemaliges Kinderzimmer und ein kleiner Anbau, der vor einigen Jahren entstand. Die Fläche beläuft sich auf ein kleines Areal von ca. 50 m², womit zum Leidwesen der Beteiligten nicht allzuviele „Kamerad_innen“ Platz finden dürften.
Trotzdem möchten wir darauf hinweisen, dass diese Lokalität das Aktionspotenzial der örtlichen Naziszene erheblich steigert. Rechtsextremist_innen wird hier ein Raum zugestanden, der dabei behilflich ist, demokratie- und freiheitsfeindliche Veranstaltungen zu organisieren.

Wir fordern die Öffentlichkeit dazu auf, sich selbst ein Bild dieses faschistischen Nestes zu machen. Wir wollen hiermit die Existenz eines rechten Freiraums öffentlich machen, dass dieser zeitnah ein sein Ende finden möge.

Keine Duldung der faschistischen „Freiräume“ – Nazizentren dicht machen!