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Repression gegen die Linke geht weiter

Wer dachte mit den Hausdurchsuchungen und Anzeigen nach §129a rund um den G8 Gipfel sei es getan wurde kürzlich wieder einmal eines Besseren belehrt.
Bei einer Hausdurchsuchung in Berlin wurde eine Person festgenommen und drei weitere wurden bei dem Versuch verhaftet, ein Bundeswehr-Fahrzeug anzuzünden.
Alle 4 Personen sitzen nun in Untersuchungshaft. Gegen sie wird nach §129a, der Bildung bzw. der Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung, namentlich der „militanten Gruppe“ (mg) ermittelt.
Nun stellt sich einmal mehr heraus, dass dieser Paragraph genutzt wird um die Linke zu kriminalisieren und zu durchleuchten.
Anstatt wegen Brandstiftung oder Sachbeschädigung zu ermitteln wird eben nach §129a ermittelt und somit hat man das Recht Hausdurchsuchungen u.ä. durchzuführen.
Noch geschmackloser lautet die Verdächtigung des in Berlin verhafteten Stadtsoziologen. Er wird beschuldigt aufgrund seiner intellektuellen Fähigkeiten in der Lage zu sein, die anspruchsvollen Texte der mg verfassen zu können.
Außerdem habe er uneingeschränkten Zugang zu Bibliotheken und forsche zu eben den Themen, welche auch in mg-Schriftstücken vorkommen.

Eine Chronik der Repression gegen die linksradikale G8-Mobilisierung findet ihr auf http://gipfelsoli.org/Repression/129a.

Gegen Repression und Kriminalisierung!
Solidarität mit den Gefangenen!

Ergänzung 23.08.07:

„Good Night White Pride“ wird zu „Let’s Fight White Pride“


In der Hardcore/Punk-Szene ist das „GNWP“(Good Night White Pride)-Logo allgegenwärtig.
Das Logo entstammt einer Bewegung Ende der 90er Jahre, die es nicht mehr hinnehmen konnte und wollte, dass sich Nazis in der Szene breitmachen und ihre menschenverachtenden Ideen wie Rassismus und Diskriminierung etablieren.
Es ging darum Nazis klarzumachen, dass sie unerwünscht sind und nichts auf Veranstaltungen zu suchen haben.
Was sich anfangs jedoch als offensiver Aktionismus verstand verkam schnell zu einer „modischen“ Plakette, die mensch sich heute gern ans Revers heftet um dazuzugehören.
Da Nazis nun wieder vermehrt in die Szene drängen und diese droht unterwandert zu werden gilt es offensiv unsere Ablehnung gegenüber Neonazis zu bekunden und nach außen hin weit sichtbar zu zeigen, dass Rassisten und alle anderen Arschgeigen nichts im Hardcore/Punk zu suchen haben.
Um dies zu unterstreichen hat eine Leipziger Gruppe aus „Good Night White Pride“ „Let’s Fight White Pride“ gemacht und will so dazu auffordern Neonazis aktiv entgegenzutreten und sich nicht mehr mit bloßen „Lippenbekentnissen“ zufrieden zu geben.

Für weitere Infos einfach auf das Banner (oben) klicken!